whatever stuff

Warum jeder die Serie “Please Like Me” gucken sollte

 

 

 

“Please Like Me” gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien und ich finde, alle sollten sie gucken. Also nicht so Leute, die ausschließlich “Fast and the Furious” und so eine Quatsch gucken und Explosionen und Geballer brauchen. Aber ich glaube, die sind hier auf meinem Blog auch gar nicht?! Warum ihr “Please Like Me” gucken sollt? Ganz einfach, wegen dieser Szene: Leider ist es mir nicht erlaubt, das Video hier einzubinden. Bitte gebt bei Youtube “please like me- someone like you” ein. Es gibt wenig schönere Gefühle, als mit seinen wirklich engen Freunden zusammen zu singen. Nicht, wie bei nem Konzert, wo alle “uhhhhh und ohhhh” machen, sondern so richtig mit Brüllen am Ende. Friendshipgoals hoch unendlich, für mich persönlich. Mir ist das auch schon einige Male gelungen, manche Freunde mögen das mehr, manche weniger. Aber es ist sooooo toll!

Ok, ok. Eine Szene reicht nicht aus, um eine Serie als sehenswert zu verkaufen, klar. Die Serie “Please Like Me” gibt mir so unheimlich viel, sie ist eine richtige Bereicherung. Ich empfehle sie euch, weil sie dem ein oder anderen von euch auch etwas geben wird. “Please Like Me” gucken füllt das Herz auf und ich liebe dieses Gefühl. Schwupps, ist man so herzensglücklich. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was die Serie mit mir macht, denn Emotionen und Herzensdinge sind ja oft nicht leicht aufzuschreiben. PLM füllt das Herz mit so vielen Gefühlen auf und das macht es so lehrreich und bereichernd. Mein Herz ist dann voll mit so vielen Emotionen: Traurigkeit, Hoffnung, Glück, Wut, Entsetzen, Spaß, Liebe, Unbehagen, Begeisterung…

Worum es in der Serie überhaupt geht? Der Hauptdarsteller Josh ist Anfang 20 und merkt, bzw. gesteht sich ein, dass er schwul ist, als sich seine Freundin von ihm trennt. Nicht wegen des Schwulseins, sondern wegen der Liebe, seiner Selbstzweifel und seiner Unsicherheit begibt er sich auf die Suche nach seinem Platz im Leben und in der Gesellschaft. Hinzukommen durchgeknallte Freunde, eine psychisch kranke Mutter, die einen Selbstmordversuch hinter sich hat und ein Vater, der einen viel konservativeren Weg für ihn sieht. Diese Serie ist so unglaublich nah und so echt. Uns wird keine Ehrlichkeit vorgegaukelt, kein Bild gezeichnet, was unrealistisch ist, die Serie trifft ins Herz, weil sie so fucking ehrlich ist. In so vielen Szenen erkenne ich mich oder meine Gedankengänge, sowohl von früher als auch von heute wieder. “PLM” ist wirklich sehr lustig, der Humor ist eher schwarz und ein bisschen speziell. Darüber hinaus dreht es sich aber viel um ernste Themen, die zum Nachdenken anregen. Zuzusehen, wie Josh sich um seine Mutter kümmert, nachdem sie versucht hat, sich das Leben zu nehmen tut weh. Gleichzeitig macht es aber glücklich, weil Josh nie die Hoffnung verliert und so viel bedingungslose Liebe ausstrahlt. Ein bisschen ein Gefühl, wie “man kann alles schaffen”. Die Entwicklung der Erkrankung seiner Mutter wird ungeschönt gezeigt, was ich gut finde, denn für viele Menschen gehört so eine Erkrankung zum Leben dazu. In den meisten Serien und Filmen werden psychische Erkrankungen nur oberflächlich gezeigt, oder sogar als eine Art Stilmittel benutzt, in “PLM” ist die Erkrankung und das Leben damit Wirklichkeit. Die Liebe ist manchmal ganz luftig und leicht, manchmal aber auch schwer und bleiern, kennen wir alle. Genauso wird die Liebe in “PLM” dargestellt. Ich habe ja diese falschen Vorstellungen von Liebe, die in Filmen dargestellt werden so satt und breche, wenn dieses Beziehungsgame immer wieder gleich durchgespielt wird. In dieser Serie geht es um echte Liebe mit all ihren Facetten, das macht mich sehr glücklich. Genauso realistisch und toll sind Themen wie Freundschaft, Probleme mit dem eigenen Körper, Sexualität und Jobsuche dargestellt. Ich gehe hier nicht zu sehr ins Detail, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Josh ist ein bisschen merkwürdig und unfassbar toll. Letztendlich dreht sich die Serie natürlich nicht nur um Josh, sondern auch um seine Familie und seine Freunde, sein Leben eben. Ich liebe seinen Freund Arnold, z. B. Kennt ihr die Szene, wo er “Chandelier” singt und sich vor seinem Vater outen will? Alte Scheiße!!! Außerdem möchte ich manchmal ein bisschen sein wie Ella. Sie ist immer so enthusiastisch und emphatisch. Und Mae, die Freundin vom Vater ist so krass lustig, obwohl sie das gar nicht sein möchte! Bitte seht selbst. Diese Serie, sie ist eine Wohltat, ein Aufatmen, ein echter Schatz in einer Zeit, in der es noch zu wenig Authentizität in Film & Funk gibt.

 

Traurig-schön, melancholisch und zum Lachen, bis die Tränen kommen. Das ist “Please Like Me”. Eine ganz aufrichtige Serienempfehlung für Leute, die einen derben Humor mögen, gerne Dinge gucken, die ins Herz gehen und Echtheit in Filmen und Serien vermissen!!!

 

 

 

 

Please like & share:

You Might Also Like...

1 Comment

  • Reply
    Katha // kathastrophal.de
    29. Mai 2018 at 9:00

    Liebe Berit,

    ich liebe “Please like me” auch! Arnolds (wie süß er einfach ist!) “Chandelier” war über Monate hinweg mein Dauer-Ohrwurm…
    Deine tolle Beschreibung macht mir große Lust, nochmal alles von vorne zu schauen :)

    Alles Liebe
    Katha

    P.S.: Kennst du “Lovesick” schon? Ganz anders, aber ging mir auch direkt ins Herz.

  • Leave a Reply