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Tipps für mehr Nachhaltigkeit

 

Hallo Liebe,

in den letzten Monaten beschäftige ich mich sehr ausführlich mit dem Thema “Nachhaltigkeit”. Ich habe nie besonders viel Alufolie benutzt oder Tüten im Supermarkt mitgenommen. Aber sind wir doch mal ehrlich, der struggle ist real und ich möchte gerne mehr für die Umwelt tun. Kennt ihr diese Videos von verhungernden Eisbären? Ich halte das nicht aus! So hab ich für mich den Entschluss gefasst, einfach mal außerhalb meiner Komfortzone nachhaltig zu leben. Ich gehe das Ganze sehr entspannt an, damit ich es wirklich etablieren kann und es meist sogar Spaß macht. Im letzten halben Jahr habe ich verdammt viel ausprobiert, verworfen, anders gemacht und etabliert. Es läuft sicher nicht perfekt und es gibt Andere, die das viel besser machen. Ich denke, wenn viele es halb perfekt machen, ist das perfekt <3 In diesem Blogpost schreibe ich euch mal meine bewährten Tipps auf. Vielleicht ist etwas für euch dabei?! Man stellt ja nicht von heute auf morgen sein Leben komplett um, es ist mehr ein Prozess. Wenn ihr also noch Tipps habt, bin ich sehr offen dafür.

 

 

Alu- & Frischhaltefolie und Küchenrolle rausschmeißen

Wenn ihr eh keine Küchenrolle oder Folie zu Haus habt, braucht ihr sie bald auch nicht mehr. Stattdessen deckt ihr Schalen mit Tellern, Wachstüchern oder Geschirrtüchern ab. Außerdem könnt ihr euch Baumwollbeutel besorgen und darin einige Sachen verstauen. Ständig Küchenrolle zu benutzen, ist eine Angewohnheit, die quatsch ist. Stattdessen benutze ich Lappen, die ich wasche.

 

Immer schön chillig bleiben

Macht euch bloß nicht zu viel Druck! Nachhaltigkeit kann Spaß machen, weil es sich gut anfühlt. Zu viel Druck fühlt sich immer doof an. Gebt euch also unbedingt Zeit. Guckt nicht so viel auf die Anderen! Schaut lieber, was zu euren Bedürfnissen und eurem Leben passt.

 

Frisch kochen

Ich koche möglichst häufig frisch. Es ist enorm, wie viel Plastik das spart. Fast alle fertigen Produkte oder Snacks auf die Faust produzieren so unfassbar viel Müll.

 

Beim Bäcker

Entweder habe ich einen Baumwollbeutel dabei oder ich lasse alle Produkte in eine Tüte packen und verzichte auf dieses Papierdings, was oft noch zusätzlich benutzt wird. Die meisten Mitarbeiter/innen beim Bäcker reagieren sehr nett darauf, wenn man sie darum bittet.

 

Tupperdose is king

Vor ein paar Monaten habe ich meine Tupperdosen, die gar nicht von Tupper sind aufgestockt und nutze sie total häufig. Einige der Dosen sind aus Glas und einige aus Edelstahl, ein paar wenige aus Plastik. Wenn ich Essen transportiere, etwas im Kühlschrank verstaue oder einfriere nutze ich nur noch diese Dosen oder Gläser mit Schraubverschluss. Einmal bin ich sogar mit Dosen zum Thailänder gegangen und habe das Essen darin mitgenommen. Hier muss ich aber ehrlich gesagt noch etwas üben, denn Essen nehmen wir meist spontan mit.

 

 

Fragen, Fragen, Fragen

Den Leuten auf den Sack gehen und nachfragen! Zu Beginn kam ich mir komisch vor und musste mich ein bisschen überwinden. Dann habe ich begonnen an der Käsetheke im Super- oder Biomarkt zu fragen, ob ich den Käse direkt in der Dose mitnehmen darf. Wenn ich keine Dose dabei habe, bitte ich darum den Käse nur in Käsepapier einzupacken. So verzichte ich auf die extra Tüte, in die der Käse oft noch extra eingepackt wird. Auf dem Markt habe ich nun schon oft gefragt, warum die Stände ihr Gemüse in Plastiktüten verpacken. Oft sind einzelne Obstportionen in Tüten verpackt, drei Grapefruits oder fünf Orangen beispielsweise. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie viel Müll beim Markt hier produziert wird. Nach ein paar Monaten kann ich sagen, dass meine Bedenken zu Beginn völlig unnötig waren. Einige Leute reagieren etwas überrascht, ganz viele sind aber total verständnisvoll und offen. Ich glaube das es gut ist, mit den Menschen ins Gespräch zu gehen. Vielleicht halten es manche Menschen für naiv, aber ich glaube daran, dass es etwas Positives bewegen kann, wenn die Nachfrage durch uns Verbraucher groß ist.

 

Emails für alle

Der Biomarkt bietet Backwaren vom Vortag in Plastiktüten portioniert und Gemüse mit leichten Dellen ebenfalls. Da habe ich dann im Geschäft und dann per Mail mal nett nachgefragt, warum das so ist. Beim Supermarkt möchte ich auch noch nachfragen, ob es Pläne zum Müllsparen gibt. Auch hier greift meine Idee davon, dass wir mit unserer Nachfrage etwas bewirken können.

 

Das bisschen Haushalt

Herkömmliche Reiniger und Putzmittel sind voll von Chemie. Deswegen habe ich mittlerweile Orangenreiniger und Waschmittel selber gemacht. Ich benutze beides nicht ständig aber sehr häufig. Der Orangenreiniger ist super easy zu machen und der Knaller. Einmal habe ich ihn nach dem Rezept von Britta gemacht, das findet ihr hier. Dann habe ich den Reiniger mal mit Essigessenz statt Reisessig gemacht, war auch super. Das Waschmittel mache ich nach dem Rezept von Syl, klick klick. Nachdem ich das erste Mal mit dem Waschmittel gewaschen hatte, konnte ich es kaum fassen, wie gut das funktioniert. Da ich viel Wäsche kalt wasche, benutze ich dafür gekauftes Waschmittel.

 

Lebensmittelverschwendung

Einige Male habe ich die App “too good to go” benutzt. Dort kauft man Lebensmittel, die noch frisch sind und sonst in der Tonne landen würden. Ich benutze sie nicht regelmäßig, weil in Duisburg noch nicht so viele Geschäfte und Restaurants mitmachen. Grundsätzlich kann ich euch aber empfehlen die App mal auszuprobieren, ist echt ne coole Sache.

 

Im Badezimmer

Seit ein paar Monaten nutze ich nur noch waschbare Pads aus Stoff anstatt Wattepads. Ich dusche oft mit Seife, obwohl es mich total nervt, dass die Dusche davon recht schnell so matt wird. Ich habe ich durch sämtliche Haarseifen und feste Shampoos getestet und da mittlerweile einige Shampoos gefunden, welche ich super finde. Haarseife hat bei mir überhaupt nicht gut funktioniert. Meine Haare waren immer schnell strähnig und fettig, obwohl ich Rinsen gemacht habe. Ich habe sehr lange Haare und schlichtweg keine lust auf so einen Stress. Festes Shampoo ist ja wie Shampoo, nur fest und das funktioniert super. Ich mag das von “alverde” und einige von “Lush”. Bald kaufe ich mir noch ein Shampoo im Unverpacktladen. Zum Eincremen benutze ich nur noch Naturkosmetik, die beinhaltet keine Chemie und kommt oft in Nachfüllgefäßen oder Glas. Bei Schminke finde ich es ehrlich gesagt etwas schwierig. Ich probiere mich noch durch, finde bisher das z.B. Lippenstift aus dem Naturkosmetiksegment nicht so gut hält. Die App “Codecheck” kennt ihr sicher? Dort könnt ihr euch die Inhaltsstoffe und deren Bedenklichkeit anschauen.

 

Deko ist schon wichtig

Bei Dekokram für die Wohnung kaufe ich einfach viel weniger. Wenn ich etwas nicht mehr sehen kann, räume ich es in eine Kiste und stelle es auf den Dachboden. Wir wissen ja mittlerweile das alles wiederkommt und wenn ich nach zwei Jahren in den Kisten nachschaue, freue ich mich voll. Es ist fast, als hätte ich etwas ganz Neues gekauft. Ich liebe Kerzen sehr dolle. Leider sind herkömmliche Kerzen oft aus bedenklichen Inhaltsstoffen gemacht. Da habe ich schon Kerzen aus Sojawachs und Stearin gekauft. Die sind leider oft recht teuer. Ich benutze nun mehr Teelichter, denn da habe ich mir Glasteelichter gekauft, die ich mit Wachsteelicht auffülle. So spare ich das Alumopped, in dem das Teelicht sonst sitzt. Teelichter aus Glas gibt es z. B. bei Hannah.

 

 

Der Unverpacktladen

Ganz bald bekommen wir in Duisburg und in Moers einen Unverpacktladen. Ich freue mich wahnsinnig darauf und werde dort Stammkundin. Ich werde dort nicht nur Lebensmittel kaufen, sondern auch Dinge wie z. B. Spüli auffüllen.

 

Eine nützliche App

Mit der App “ReplacePlastic” kann man Produkte scannen und dem Hersteller mitteilen, dass er zu viel Plastik nutzt. Somit wünscht man sich eine Alternative für die oft übertriebene Verpackung.

 

Fleischkonsum

Obwohl mir Leberwurst und Steak gut schmecken, verzichte ich fast komplett auf Fleisch. Aus moralischen Gründen aber auch aus nachhaltigen Gründen. Ich meine, dass jeder für sich selber entscheidet, was er essen möchte und was nicht. Bitte bedenkt, dass Fleischessen sehr umweltbelastend ist und eben auch Essen eine politische Entscheidung ist.

 

Obst & Gemüse

Ich habe mich ausführlich informiert und achte mittlerweile verstärkt darauf, welches Obst & Gemüse ich kaufe. Nach Möglichkeit kaufe ich regionale Produkte, unverpackt. Wenn es das nicht gibt, greife ich zu verpackten regionalen Produkten. Falls ich im Supermarkt bin, kaufe ich eher das Biogemüse in Plastik, als das Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft, unverpackt. Tatsächlich ist es so, dass in vielen Fällen das verpackte Biogemüse weniger umweltbelastend ist, als das Herkömmliche ohne Verpackung. Leider musste ich feststellen, dass wir Kunden sehr oft verarscht werden. Ich habe sämtliche Hofläden abgegrast und es kam häufig vor, dass die Läden sehr wenig regionale Produkte anbieten, uns Kunden das aber vorgaukeln. Ich empfehle hier vorsichtig zu sein und einfach nachzufragen. Mir sind im Hofladen beispielsweise Tomaten aus dem Gewächshaus aus Holland begegnet und Eier, die einen Weg von über 200 km hinter sich hatten.

 

Mir ist es wirklich wichtig nochmal zu sagen, dass ich nicht alle Tipps immer und ständig umsetze. Zum Einen, weil ich es nicht kann und zum Anderen, weil ich es nicht möchte. Manchmal fehlt im Alltag die Zeit und auch der Kopp. An einem stressigen Tag kaufe ich da ein, wo es gerade passt und finde das ok. Ich möchte Nachhaltigkeit langfristig, also für immer in mein Leben integrieren und dafür brauche ich schlichtweg etwas Zeit.

 

 

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Pasadena85
    29. März 2019 at 14:07

    toller Beitrag! Die App werde ich mir gleich mal herunterladen! Schönes Wochenende und liebe Grüße aus Wuppertal wünscht
    Ariane

  • Reply
    Natalie
    7. April 2019 at 19:41

    Liebe Berit, ich finde es echt super, dass du so viele Ideen und Denkanstöße gibst und nicht nur aufzeigst, was falsch ist :D
    Sehr schöner und anregender Beitrag!
    Ganz liebe Grüße
    Natalie

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