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über mich und meine Freundschaften

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Manchmal verändern sich Freundschaften. Manchmal gehen sie zu Ende. Manchmal ist das gut und manchmal tut das weh. Es gibt Freundschaften, die verlaufen sich einfach, bei anderen muss man eine bewusste Entscheidung treffen. Und das sucked! Will ich wirklich das diese Freundschaft zu Ende geht? Was möchte ich noch investieren? Genau diese Entscheidung schiebe ich seit Wochen vor mir her. {Solche persönlichen Themen begegnen euch auf meinem Blog sehr selten und das ist auch so von mir gewollt. Dieses Mal ist es anders, denn ich will es einfach runter schreiben, weil ich weiß, dass mir das hilft. Dieses Wirrwarr aus meinem Kopf kriegen -einfach alles rauskotzen und auf Erleichterung hoffen. Jetzt gerade, wo ich das tippe, weiß ich nicht, ob ich den Text überhaupt veröffentlichen werde. Kleiner Sicherheitsharken im Hinterkopf.} Immer wieder nehme ich mir vor, mich hinzusetzen und in Ruhe zu überlegen, was ich will. Das ist bei mir meist ein Zeichen für eine sehr verfahrene Situation. Letztendlich bin ich nie ein Stück weiter, obwohl ich immer wieder drüber nachdenke. Seit Monaten funktioniert es mit mir und einer Freundin nicht mehr. Es gab Gespräche mit Vorwürfen, wir haben uns gegenseitig verletzt und uns im Kreis gedreht. Wir hatten aber auch Verständnis füreinander und dann wieder nicht.

Ihr müsst wissen, was Freundschaften angeht, bin ich auf eine bestimmte weise extrem emotional. In vielen Belangen bin ich ein lässiger Mensch, aber nicht, wenn es um Freundschaften geht. Eigentlich weiß ich, dass meine Freundin und ich nicht mehr zusammenpassen. Wir sind in den letzten Jahren so verschieden geworden. Uns sind so unterschiedliche Dinge wichtig, unsere Lebenseinstellung stimmt kaum noch überein. Rede ich mit anderen Freunden darüber, dann heißt es: „Das ist halt eben so… Freundschaften verändern sich und dann passt es nicht mehr.“ Ich verstehe das und bin zeitgleich geschockt. Ist das wirklich so leicht? Nein, finde ich nicht. Eine Freundschaft setzt sich aus so vielen kleinen Steinchen zusammen, allesamt emotional aufgeladen und mit Erinnerungen verwoben. Oft denke ich, dass man sich zu sehr an die längst vergangenen Erinnerungen klammert und so kann man nicht loslassen. Aber weiter weiß ich auch nicht.

Wie verschieden kann man sein, wenn man befreundet ist? Wie viele Dinge muss man ähnlich sehen? Keine Ahnung. Wahrscheinlich ist es egal. Das Gefühl muss stimmen. Ich brauche noch Zeit, bevor ich meine Entscheidung treffen kann, obwohl ich wahrscheinlich weiß, welche Entscheidung es sein wird.

 

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15 Comments

  • Reply
    Frauke
    8. Oktober 2015 at 20:36

    Freundschaften sind etwas sehr wichtiges und etwas sehr bindendes. Ich bin da auch sehr emotional und setze großes Vertrauen voraus. Mit einer sehr lieben Freundin hatte ich mich auch mal sehr auseinander gelebt. Aber mit ein, zwei Jahren Pause haben wir genügend Abstand gehabt, um uns langsam wieder anzunähern. Das klappt nicht immer und nicht bei jedem. Menschen sind verschieden und Menschen verändern sich. Das ist nicht immer positiv. Es fällt mir auch sehr schwer und es tut mir sehr weh, wenn Freundschaften nicht mehr so sind, wie sie mal waren. Es ist ein bißchen so, als wie wenn ein sehr lieber Mensch von mir geht, als wenn er stirbt. Der Mensch, mit dem ich mal befreundet war, existiert nur noch als Hülle. Aber innen drin ist er ein anderer, ein Fremder. Du merkst, auch ich bin heute recht nachdenklich.
    Liebe Grüße,
    Frauke

  • Reply
    michaela
    8. Oktober 2015 at 20:47

    das ist eine schwere Entscheidung vor der ich auch schon zwei oder drei mal gestanden habe… und diese Entscheidung ist sauschwer zu fällen. Auch wenn man weiß wie sie ausfallen sollte, blutet das Herz und überlegt sich das ein oder andere Mal dieser Freundschaft noch eine Chance zu geben. Frauke kann recht haben… manchmal hilft es wenn man Zeit vergehen lässt.

    Fühl Dich gedrückt!

    lg
    Michaela

    • Reply
      Svenja
      8. Oktober 2015 at 21:16

      Ich stand letztes Jahr um diese Zeit vor genau der gleichen Entscheidung – und ich kaue immer noch daran. Meine Freundin hat ein Verhalten an den Tag gelegt das gegen meine “Prinzipien“ ging. Ich konnte damit nicht mehr umgehen. Ich habe, wie soll ich sagen, mit ihr schluss gemacht. Jetzt geht es mir besser und ich weiß das es richtig war – um meiner Seelenfrieden willen. Ich habe ihr damit weh getan, das weiß ich, aber wenn ich jetzt über eine gemeinsame Freundin höre was bei ihr los, weiß ich, dass ich auch heute noch diese Entscheidung treffen würde.

      Es ist hart, aber wenn es dir so doll durch den Kopf geistert, dass du drüber schreibst…kann ich dir nur Mut zu sprechen.

      Die Gefühlsachterbahn fährt Loopings aber erst kommst du und dann der Rest, klingt selbstsüchtig, ist aber so, meiner Meinung nach, der Richtige weg.

      Liebe Grüße aus Dortmund, viel Glück mit deiner Entscheidung!
      Svenja

  • Reply
    Christina
    8. Oktober 2015 at 21:11

    Ach Berit, diese Gedanken kenne ich gut. Und es stimmt, manchmal gehen solche Freundschaften auseinander. So einfach ist das, nur leicht ist es deswegen nicht, finde ich. Unterschiedliche Wege machen was mit uns und deswegen auch mit unseren Freundschaften. Vielleicht erzählst du ja bald nochmal von dem Thema.

    Liebe Grüße, Christina ❤️

  • Reply
    Pasadena85
    8. Oktober 2015 at 21:16

    irgendwie scheint mir zur Zeit irgendwas im Gange zu sein, mit den Menschen..mit empfindsamen Menschen.

    dein Blog ist heute schon der zweite auf dem ich so etwas in der Art lese und auch hier fühle ich mich angesprochen, es fühlt sich an, als könntest du in meine Seele sehen und in Wörter fassen was ich fühle und wozu ich im Moment vollkommen unfähig bin.

    ich hoffe all das was wir zur Zeit durchleben ist nur eine Phase..eine dunkle Wolke die sich vor die Sonne schiebt und irgendwann verschwindet.

  • Reply
    Julia
    8. Oktober 2015 at 21:39

    So ist es ja leider mit jeder Art von Beziehung. Auch wenn es sehr weh tut, manchmal ist eine Trennung, auch von einer ehemals guten Freundin, für beide der richtige Weg. Manche Menschen begleiten einen ein Leben lang, andere sind nur für einen bestimmten Teil unseres Lebens an unserer Seite. Das einzusehen fällt mir jedes Mal wieder schwer, aber dafür ist danach oft Platz für neue Freundschaften, zu denen es ansonsten vielleicht nie gekommen wäre.

    Ich wünsche dir viel Glück mit deiner sicher nicht einfachen Entscheidung.

    Liebe Grüße,

    Julia

  • Reply
    julia
    8. Oktober 2015 at 22:19

    schwieriges thema… ich bin in freundschaften oft so emotional involviert, dass sie mir wie paarbeziehungen vorkommen. „schluss machen“ ist schlimmer als der erste liebeskummer…
    manchmal heilt tatsächlich die zeit – dann wissen beide seiten, dass sie an der freundschaft arbeiten müssen und wollen.
    manchmal geht’s nicht anders als loszulassen…

  • Reply
    Britta
    9. Oktober 2015 at 9:00

    liebe Berit,
    Das ist eine verfahrene Situation, die jeder schon erlebt hat. Glaube ich. Ich selbst habe auch schon einmal eine Freundin, die ich sehr geliebt habe, ziehen lassen weil wir uns einfach nicht mehr gut getan haben. Sich das einzugestehen ist schwer. Trotzdem kann dieser Schritt befreiend sein. Ich finde es wichtig, dass man den anderen mit Wertschätzung und „Liebe“ ziehen lässt. Sonst stellt sich keine innere Ruhe ein. Und nach ihr sehnst du dich ja. Und manchmal trifft man sich an einer anderen Wegkreuzung wieder… Liebe Grüße!

  • Reply
    Dana
    9. Oktober 2015 at 12:42

    Ich verstehe deinen Gedanken: “ Ich verstehe das und bin zeitgleich geschockt. Ist das wirklich so leicht? …“
    Aber wenn man das Ganze mal von außen betrachtet. Der Mensch und sein Geschmack verändern sich alle 7 Jahre, sagt man. Warum sollte man sich also nicht nur in einer Beziehung auseinander leben können. So etwas passiert nun auch bei Freundschaften. Wenn ich mir überlege wie ich vor 7 Jahren gelebt und was ich gefühlt habe. Dann ist das nicht das Schwarz zum jetzigen Weiss. Aber wir wachsen und das manchmal in verschiedene Richtungen. Wie die Äste an einem Baum. Manchmal liegt man so weit auseinander, dass es keinen intensiven, gemeinsamen Weg mehr gibt.

    Hör auf deinen Bauch! Der sagt uns meistens das richtige.

    Liebste Grüße

  • Reply
    Garten Fräulein
    9. Oktober 2015 at 13:44

    Liebe Berit,

    ich kenne diese Situation. Mir ging es dieses Jahr mit einer Freundin genauso. Lange habe ich an der Freundschaft (die mal was ganz besonderes für mich war) festgehalten. Doch irgendwann ging es einfach nicht mehr und ich habe eine Schlussstrich gezogen. Zumindest dachte ich das für eine ganze Weile. Denn ich merke nun, wie ich immer noch oft an diese ein Freundin, und die schönen Momente die wir hatten, denken muss. Sie fehlt mir, aber ich sehe dennoch keinen Weg, wie unsere Freundschaft wieder werden könnte.

  • Reply
    Franse l(i)ebt Meer
    9. Oktober 2015 at 16:47

    Kannst du dir vorstellen, wie gut es tut das bei dir zu lesen? Seit einigen Monaten ist genau dieses Thema (genauer schon im letzten Sommer erstmals) bei mir in den Mittelpunkt des Lebens gerückt. Nur bin ich jemand, der sobald er spürt, dass Menschen nicht gut sind, gut tun oder gar unehrlich sind, das Weite sucht. Nicht, dass ich nicht in jeder Sekunde des Lebens da wäre, bei einem Notfall sofort zur Stelle bin und mir jede Sorge anhöre, aber es gibt Grenzen. Auch gibt es Grenzen in der Toleranz dessen, was man in sein Leben lässt. Mit den Jahren habe ich gelernt den Mut zu haben und mein Leben selbst zu gestalten, ohne Menschen die nicht gut tun und runterziehen, dabei aber keinen Konflikt vermieden um nicht doch noch was zu kitten.
    Du hast gekämpft und es fällt dir nicht leicht, soviel ist klar. Du musst schauen wohin der Weg führt und was deiner Seele nicht schadet (das soll sich nicht eso anhören tuts aber leider doch). ♥

  • Reply
    Minza will Sommer
    11. Oktober 2015 at 10:16

    Ach Berit, ja, das ist schwer. Sehr sehr.

    Das Offensichtliche anzunehmen, Veränderungen zuzulassen, sachlich klar zu sein und das Herz spürt jede schöne Erinnerung auf, will sie aufblasen und ringt nach Gewicht, mag nicht loslassen, die Lücke scheint riesig. 7 Jahre Freundschaft, 21 Jahre Freundschaft, … Freundschaft? Geborgenheit? Geben und Nehmen? Zweckgemeinschaft? Pflichtbewusstsein? Gewohnheit?

    Es war gut oder schlecht und damit für etwas gut. Zu seiner Zeit. Neues kommt. Ohne Groll, die Trauer wird weniger, die schöne Erinnerung an gemeinsame wertvolle Jahre bleibt, an Jahre der Auseinandersetzung miteinander und vor allem mit mir selbst als Mensch in einer „Beziehung“. Wir verändern uns und ich lasse im Guten langsam los und ziehe weiter mit besten Wünschen für das was für jeden von uns kommt. Vielleicht begegnet man sich wieder, vielleicht nicht. Es geht weiter, näher zu mir, zu neuen Begegnungen.

    Ich wünsche Dir, uns, mir, dass wir gut auf uns hören.

    Liebe Grüße . M

  • Reply
    Planet Hibbel
    14. Oktober 2015 at 10:09

    Ja, sowas ist traurig. Aber wenn man dann den Schritt gegangen ist, tut es auch gut. Und ist befreiend. Menschen verändern sich halt und somit auch Freundschaften und Beziehungen. Ich halte nichts davon ewig und drei Tage an irgendwas festzuhalten, was einem nicht mehr gut tut. Ich bin den Schritt auch schon gegangen. Mehrmals in 43 Jahren. Und ich denke auch heute noch gerne an die schönen Momente in diesen Freundschaften und Beziehungen zurück. Aber wir haben alle nur ein Leben und sollten uns daher nur mit Dingen befassen die uns glücklich machen, oder? Ich wünsche Dir also, daß Du die richtige Entscheidung für Dich triffst, liebe Berit. Auch wenn ich glaube, daß Du die Antwort schon kennst. Liebe Grüße, Nadine

  • Reply
    Immerfern
    13. November 2015 at 13:38

    Mir hilft manchmal der Gedanke, dass es bei sowas einfach nicht die eine, die „richtige“ Entscheidung gibt. Klingt jetzt vielleicht komisch, aber die Tatsache anzunehmen, dass Du nur danach entscheiden kannst, was sich jetzt gerade im Moment in Bezug auf die Beziehung zu dieser Person richtig anfühlt und nicht versuchen herauszufinden, was ultimativ und auf Dauer gesehen „richtig“ oder „falsch“ ist, nimmt manchmal den Druck ein bißchen raus. Macht es aber natürlich immernoch nicht einfach. Aber bei sowas Schmerz zu empfinden und sich lange damit aufzuhalten zeichnet eínen auch als verlässlichen empathischen Menschen aus, also nicht ärgern und grämen über das eigene Hadern! Und was oben gesagt wurde über eine Auszeit finde ich sehr klug. Wenn es sein soll, führen Wege irgendwann wieder zusammen, wenn nicht, ist es dann irgendwann auch ok so wie es ist – der Gedanke hilft übrigens auch bei Trennungen von Liebesbeziehungen ;-)

  • Reply
    Kindderachtziger
    3. Februar 2016 at 17:50

    Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen, ähnliches habe ich vor gut einem Jahr durchgemacht. Sicher stimmt der Rat, dass Freundschaften sich verändern, aber leicht ist es deswegen noch lange nicht. Finde den Vergleich, dass man jemandem einen Platz im Herzen einräumt sehr passend, dieser ist dann leer, wenn man sich entschließt, dass es nicht mehr weiter gehen kann. Das tut weh und da geht auch kein Weg daran vorbei, wenn man den Menschen wirklich mochte. Es ist richtig, dass du dir diese Entscheidung nicht leicht machst. Mir hat es geholfen zu überlegen, ob es mich mehr Kraft kostet, an der Freundschaft festzuhalten und mich häufig zu ärgern, dann sich auszusprechen, zu hoffen es wird besser um dann wieder enttäuscht zu werden. Oder ob es mich nicht eher befreit, wenn ich die Freundschaft beende und ich die Zeit lieber in die Menschen investiere, denen ich genauso viel bedeute wie sie mir. Wo es einfach passt. Ich habe bestimmt fast ein halbes Jahr dafür gebraucht, aber jetzt im Rückblick bin ich sehr froh darüber. Es gab seitdem so viele schöne Momente mit anderen, die ich unbeschwert genießen konnte. Auch eine erneute Kontaktaufnahme ihrerseits Ende letzten Jahres hat mich zwar wieder nachdenklich gestimmt, aber ich bin bei meiner Entscheidung geblieben, die sich immernoch richtig anfühlt. Das ist es, was zählt.

    Wünsche dir alles Gute dafür, vielleicht hast du den Schritt schon gemacht. Silke

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