photography

[no trace no shadow] Tipps für bessere Blogfotos

tipps für bessere blogfotos

„Wer sich mit dem Blog professionell aufstellen will, der braucht auch möglichst professionelle Fotos“… Das lese ich immer wieder und wieder. Obwohl dieser Satz total wahr ist, mir hängt der zu den Ohren raus! Warum? Weil ich es viel wichtiger finde, dass es Spaß machen soll die Blogfotos zu knipsen. Ich glaube daran, dass ein Foto soetwas wie Vibes hat: habt ihr Spaß beim stylen und schießen eurer Bilder, so merken das auch die Leser. Bevor man sich professionell aufstellen kann, muss man erstmal möglichst tief ins Thema „Blogfotografie“ eintauchen. Die Blogfotografie ist mannigfaltig und es gibt sehr viel zu beachten. Heute gebe ich euch mal ein paar Tipps für bessere Blogfotos, einfach weil es mir Spaß macht. Achtung: Ich bin keine Fotografin und schreibe meine Tipps nur nach meiner Erfahrung auf. Die Tipps richten sich besonders an Anfänger und sind für viele Blogger wahrscheinlich ein alter Hut.

 

tipps für bessere blogfotos marmeladekisses

1.nimm dir Zeit!

Für gute Blogfotos braucht man Zeit! Wenn du einen Kuchen backst und den mal eben vorm Servieren in der Küche fotografierst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es kein schönes Foto wird. Du wählst die Einstellungen ohne Bedacht, achtest nicht auf den Hintergrund oder dir fällt nicht auf, dass es zu dunkel ist. Das hilft dir wirklich nicht weiter. Plane dir Zeit für deine Fotos ein. So kannst du dir in Ruhe Gedanken über Hintergrund, Lichtsituation, Styling und Einstellungen machen. Es hilft, dir vorher Gedanken über dein Motiv zu machen und das auch zu notieren. So mache ich mir oft eine kleine Liste mit benötigten Requisiten, Bildaufbau etc…

 

 

magnolien 1

2.investiere!

Direkt zum vermeintlich unangenehmsten Punkt: gib Geld aus! Wenn du gute Blogfotos möchtest, dann sei dir im Klaren darüber, dass das auch etwas kostet. Man braucht z.B. Hinter-und Untergründe, schöne Teller, Besteck, Blümchen, Reflektoren und ein Stativ. Natürlich musst du keine Unsummen raushauen und kannst versuchen, die Kosten möglichst gering zu halten. Versuche beim Einkaufen immer mit offenen Fotoaugen rumzulaufen. Ich habe es mir regelrecht antrainiert fast immer Ausschau nach Props oder anderem Fotokram zu halten. So werden Baumarkt, Blumenladen und der Flohmarkt zu richtig guten Freunden. Geht mal für eine halbe Stunde in den Baumarkt und schaut euch Gang für Gang an was man so als Hintergrund für Fotos benutzen könnte. Ihr werdet überrascht sein! Geheimtipp: in den meisten Baumärkten darf man kostenlos Probestücke von den Tapetenrollen mitnehmen;) Es lohnt sich auch mal beim PVC-Boden vorbeizuschauen.

 

 

tipps für bessere blogfotos 2

tipps für bessere blogfotos

3.hab keine Angst vor Chaos!

Scheut euch nicht davor umzuräumen oder Chaos zu veranstalten. Wo gehobelt wird, da fallen Späne oder so. Ein Foto ist meist Arbeit, da lässt es sich nicht vermeiden, dass mindestens ein kleines Chaos entsteht. Das Chaos oben im Bild mag noch recht harmlos aussehen. Es wird sich allerdings noch rausstellen, dass kleine, getrocknete Horthensienblätter 1A in Katzenfell halten und Pelle diese Blätter in der ganzen(!) Bude verteilen wird.

 

 

torte_3

magnolien2

4.finde unterschiedliche Perspektiven!

Ich hatte lange Zeit ein Problem vielfältige Bilder zu kreieren. So beinhaltete ein Blogpost oft drei sehr ähnliche Fotos. Das ist super langweilig für den Leser. Das vermeidet ihr, indem ihr euch schlichtweg zwischenzeitlich daran erinnert. „Wechsel die Perspektive!“ In diesem Post seht ihr ganz schön, wie eine Auswahl an verschiedenen Perspektiven aussehen sollte. Ein ganz guter Leitfaden ist: einmal das ganze Motiv und dann 2-3 Detailaufnahmen abzulichten. Fotografiert mal von vorne und mal von oben. Solltet ihr nach eurem Shooting merken, dass alle Fotos total ähnlich aussehen, dann nehmt nur ein oder zwei Fotos für den Post. Ein schönes Foto ist besser als sechs mit der gleichen Perspektive. Hier sind mir die Fotos nicht gut gelungen, weil sie alle sehr ähnlich waren. Da habe ich mich dann für ein Bild zu Beginn des Posts entschieden und es dabei belassen. Außerdem kann es Sinn machen ein Objekt mal anzuschneiden. Das bringt Abwechslung in eure Bilder und schult euren Blick.

 

 

 

blogfotos mit stativ 2

5.setze immer auf Licht

Für mich ist Licht das ober ober absolut wichtigste Kriterium für gute Fotos. Leider oft auch mit das Schwierigste, besonders jetzt im Winter. Ich persönlich bin kein Fan von Tageslichtlampen. Zweimal habe ich mir welche gekauft, zuletzt erst vor einem Monat. Ich habe rumprobiert und war mit dem Ergebnis nie zufrieden. Mir gefällt der Look der Fotos einfach nicht: Zu grell, zu hart, zu kontrastreich und zu kalt. Meist sieht man, wenn die Fotos mit Tageslichtlampe gemacht wurden und ich finde das nicht schön. Natürlich bleibt das Geschmackssache und ich kann nicht abstreiten, dass die Dinger extremst praktisch sind. Nun könnt ihr es euch schon denken, ich fotografiere eben nur, wenn es hell ist oder besser, nur wenn es nicht dunkel ist. Mein Stativ ist mein aller bester Fotokumpel und im Moment im Dauereinsatz. Jedes Fitzelchen an natürlichem Licht wird genutzt, ja, wirklich jedes. Wenn ihr das Stativ benutzt und lange belichtet, dann könnt ihr sogar bei Dämmerung echt gute Fotos machen. Schraubt einfach so lange die Belichtungsszeit hoch, bis euch das Foto hell genug ist. Bitte benutzt dann nur den Selbstauslöser damit das Foto keineswegs verwackelt. Oben auf den drei Fotos(leider nicht so schön geworden) seht ihr mal, wie man die Helligkeit beeinflussen kann. Eigentlich war es so dunkel wie auf Foto links, durch eine verlängerte Belichtungszeit wurde das Foto dann heller.

Nach dem Stativ ist der Reflektor mein 2.bester Freund. Besorgt euch unbedingt einen! Die unteren Bilder(links ohne Reflektor, rechts mit) zeigen, wie viel Licht euch der Reflektor einfach so dazu gibt. Die Fotos sind nicht bearbeitet, damit ihr seht, was alleine der Reflektor rausholen kann. Zum Bearbeiten würde ich das rechte Foto mit Sicherheit noch ordentlich aufhellen.

 

reflektor vorher nachher foto

 

Ich hoffe sehr, dass euch meine Tipps etwas helfen. Falls ihr noch andere Tipps, Wünsche oder Fragen habt, freue ich mich sehr über Feedback!

 

 

 

Please like & share:

You Might Also Like...

13 Comments

  • Reply
    Mela
    3. Februar 2016 at 22:02

    Hallöchen,
    danke für die tollen Tipps. Auch wenn ich schon ein bisschen länger Bilder für meinen Blog mache, find eich deine Tipps echt spitze. Morgen steht wieder Blogfotografie auf meinem Plan und ich werde deine Tipps beherzigen oder es zumindest versuchen. Einen Reflektor werde ich mir bei nächster gelegenheit auch mal zulegen.
    Lieben Gruß Mela

    • Reply
      Berit
      5. Februar 2016 at 15:09

      Hello Mela,
      ganz vielen Dank für deinen Kommentar. Es ist schön, wenn die Tipps dir etwas helfen!
      viele Grüße
      Berit

  • Reply
    pfefferminzgruen Christin
    3. Februar 2016 at 22:32

    All Deine Tipps beherzige ich ebenfalls.
    Vielen Dank nochmal für Deine Zusammenfassung, man lernt ja immer etwas dazu! ;-)
    Viele liebe Grüße
    Christin

    P.S. mit dem Reflektor habe ich noch nicht gearbeitet, aber ich finde das linke Bild ohne Reflektor was schöner. Hat mit diesem Licht mehr Charme und Schärfe.

    • Reply
      Berit
      5. Februar 2016 at 15:09

      Danke für deinen Kommentar! Auch wenn dir in diesem Fall das Bild ohne Reflektor besser gefällt, probier mal einen aus;)

  • Reply
    Tine
    4. Februar 2016 at 9:48

    Super Artikel :-)
    Und ich werde jetzt auch mal wieder den Reflektor rauskramen ;-) Bis jetzt hab ich das immer nur so halbherzig probiert, aber man sieht ja nen ordentlichen Unterschied. Mit Tageslichtlampen habe ich es auch mal probiert, bin aber auch nicht so richtig warm geworden.

    LG Tine

    • Reply
      Berit
      5. Februar 2016 at 15:08

      Gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, die mit den Lampen nicht klar kommt! Ja, der Reflektor lohnt sich, finde ich :)

  • Reply
    Garten Fräulein
    4. Februar 2016 at 14:31

    Ein Haustier schadet natürlich auch nicht, um tolle Fotos zu knipsen :-)

    • Reply
      Berit
      5. Februar 2016 at 15:06

      Haha. Besonders eine süße Katze nicht, ne?! ;)

  • Reply
    Charlotte
    4. Februar 2016 at 20:42

    Diese Tipps kann man sich wirklich zu Herzen nehmen. Gerade gutes Licht macht so viel aus. Im Winter stoße ich da immer sehr schnell an meine Grenzen, wenn ich zuhause bin dämmert es immer schon, wenn ich aufstehe ist es noch dunkel. Aber zum Glück gibt es ja das Wochenende, wo man auch noch dazu genügend Zeit hat ein Set aufzubauen. Mich tröstet immer ein bisschen, dass man mit der Zeit ein Gefühl für Kompositionen entwickelt. Wenn ich so auf meine ersten Blogfotos zurückblicke…..
    GLG Charlotte

    • Reply
      Berit
      5. Februar 2016 at 14:59

      Ja, die ersten Blogfotos sind im Nachhinein wirklich lustig, was?! Ich mache im Winter auch nur am Wochenende Fotos.

  • Reply
    Anastasia
    7. Februar 2016 at 13:26

    1A mit Sternchen <3 Toller Post <3

  • Reply
    Jutta von Kreativfieber
    13. Februar 2016 at 13:22

    Ich bin auch kein großer Fan von Tageslichtlampen. Manchmal strahle ich damit aber einfach eine Wand im Raum an in dem ich Fotos mache – so wirds indirekt ein bisschen heller und das Licht kommt nicht so hart rüber! Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

  • Reply
    Sandra von 3-ZKB
    25. Februar 2016 at 10:21

    Liebe Berit, gute Tipps, vielen Dank. Ich bin ganz verliebt in das behind-the-scene-Foto, auf dem Pelle es sich gemütlich in deinen Requisiten macht. So süß! <3 Ich finde auch, dass natürliches Tageslicht total wichtig für gute Fotos ist. Mein Schwager fotografiert auch ganz viel mit Reflektoren, die helfen nicht nur, mehr Licht ins Foto zu bringen, sondern man verhindert auch Schatten auf der vom Fenster abgewendeten Seite seines Motivs… Ich möchte mir auch endlich mal einen Faltreflektor anschaffen!

    Mir fällt seit einiger Zeit jedoch auf, dass Blogger manchmal zu sehr Wert darauf legen, dass ihre Fotos schön hell sind und das Weiß im Foto schön "strahlt". Dabei werden die Fotos nachträglich manchmal auch zu stark bearbeitet und aufgehellt, dass der Kontrast, die Kanten zu sehr verschwimmen und Details aus dem Motiv verschwinden…

    Ich finde, dass du ein richtig gutes Händchen fürs Dekorieren und in Szene setzen deiner Blogfotos / Fotomotive hast. Und würde mich über einen Post freuen, wie du das angehst. Planst du die Motive / Farben / Arrangements vorher und kaufst dann entsprechende Requisiten ein? Wie lässt du dir deine Arrangements einfallen? Wahrscheinlich ist das weniger Planung und mehr aus dem Bauch und mit Liebe heraus – also Können. Ich finde deine Fotos jedenfalls immer sehr schön. Und dass du mit Leidenschaft fotografierst und Spaß dabei hast, das sieht man! <3

  • Leave a Reply