food

Rezept für Quinoa-Burger

rezept für quinoaburger Marmeladekisses

Seit 1,5Jahren bin ich sowas wie eine Vegetarierin. Sowas wie eine Vegetarierin, weil ich nicht nie Fleisch esse. Grundsätzlich habe ich keine Lust mehr Fleisch zu kaufen und zu essen. Aber Dinge wie ein Mettbrötchen oder ein Burger halten mich davon ab immer und ganz darauf zu verzichten. Ich möchte nicht, dass es in meinem Essensplan ein Verbot gibt, deswegen esse ich, wenn ich ganz viel Lust darauf habe, mal Fleisch. Das kommt so einmal pro Monat- alle zwei Monate vor. Ich horche dann ganz genau in mich rein und entscheide nach vermeintlichem Bedürfnis oder Gefühl. In meinem Alltag kommt Fleisch kaum noch vor. Wir kaufen nie Fleisch oder Wurst. Wenn, dann kommt es mal im Restaurant oder bei einer Einladung dazu, dass ich Fleisch esse.

Für mich persönlich gibt es viele triftige Gründe auf Fleisch zu verzichten. Diese Gründe werde ich hier jedoch nicht öffentlich ausbreiten. Denn, ich bin der Meinung, dass wir alle alt genug sind um zu entscheiden was wir essen wollen und das auch tun sollten. Mein vegetarisches Leben fühlt sich für mich sehr positiv an, aber ich will nie andere Menschen belehren oder auf jemanden zeigen. Es existiert schon ein sehr großer Grüner Smoothie-Kein Weizen-Eat The Rainbow-Zucker Ist Scheiße-Raw Whatever-Druck. Überall wird uns gezeigt auf was wir alles verzichten sollten und wo unsere Makel stecken. An sich sind all diese Trends total gut. Mir scheint da eine positive Welle durch den Bereich Food zu schwappen. Mir sind allerdings zu viele Prediger unterwegs, deren Art und Weise mich echt stört. Jemand, der sich schlechter oder unbewusster ernährt, der ist kein schlechterer Mensch. Mein Smoothie heute morgen hat mich auch nicht zu einem besseren Menschen gemacht. Ich könnte jedoch die Pizza von gestern Abend verschweigen und einfach so tun als ob.

Kleiner Einschub: Ich war gestern bei What`s Pizza in Düsseldorf. Ein Ableger von der Burgerbude. Ich bin voll enttäuscht. Die Einrichtung und Aufmachung gefällt mir nicht besonders, das ist aber egal. Die Pizza war die Enttäuschung: 9€ für eine Pizza mit vier Scheiben Möhre, zwei Cherrytomaten, drei Pilze und eine halbe Hand voll Rucola und JETZT KOMMTS ohne Käse! Total das laffe Ding. Leider war auf der Karte nicht erklärt, dass da kein Käse drauf ist und gesagt hat es uns auch keiner. Sonst hätte ich natürlich welchen dazu bestellt oder mich gar nicht erst gesetzt:)

Meine einzige bewusst gewählte Message ist heute, dass es wichtig ist sich selber zu spüren und auf den eigenen Körper zu hören. Danach kann man dann selber für sich entscheiden. Eine sehr gute Entscheidung sind definitiv vegetarische Burger. Dank Anja habe ich begonnen nach ihrem Rezept immer wieder Burger aus Grünkern zu machen. Ich habe die Frikkos unterschiedlich abgewandelt und in verschiedenen Versionen gefeiert. Seit einigen Wochen bin ich sehr doll auf nem Quinoatrip und habe daraus allerfeinste Burger gemacht. Heute gebe ich euch das Rezept dafür, denn Nachkochen ist ganz dringend empfohlen!

Rezept für Quinoa-Burger mit Mango& karamellisierten Zwiebelringen:

für 4-6Personen (je nach Beilage)

Zutaten:

Dinkelbrötchen, 400g Quinoa, 8EL Mehl, 3 Eier, 4 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe ,Salz, Pfeffer, Senf, Zucker und Balsamicoessig, nach Geschmack: Tomaten, Gurken, Salat oder Sprossen

Zubereitung:

Schritt 1/ das Patty: Quinoa nach Packungsanweisung kochen und etwas abkühlen lassen; eine gehackte Zwiebel, die Knoblauchzehe(zerquetscht), 4EL Senf, Salz& Pfeffer und die Eier nacheinander unterrühren; dann das Mehl nach und nach mit einer Gabel unterrühren; Bratlinge formen und in einer heißen Pfanne in Öl anbraten

Schritt 2/ die karamellisierten Zwiebeln: Während der Quinoa kocht könnt ihr schnell die Zwiebeln vorbereiten. Dazu schneidet ihr die verbleibenden 3Zwiebeln in Ringe; bitte in einem kleinen Topf anbraten bis sie glasig sind und mit einem ordentlichen Schuss Essig ablöschen; aufkochen und etwas Zucker dazu geben; ständig rühren und Zucker nachschütten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist

Schritt 3/ das Anrichten: Ip zip zap, schon fertig:) Schneidet die Brötchen auf und belegt eure Burger mit dem Patty, Mangoscheiben, den Zwiebeln und nach Lust und Laune mit allem was euch einfällt

PS: Falls ihr besonders empfehlenswerte vegetarische Gerichte kennt, verlinkt die sehr gerne unter dem Post. Habt einen schönen Tag, auch wenn es grau ist.

Please like & share:

You Might Also Like...

16 Comments

  • Reply
    Haydee
    17. September 2015 at 12:47

    Wow, die sehen sensationell lecker aus. Für mich persönlich müssten es andere Brötchen sein (ich steh auf weiche Brötchen zum Burger, gg) aber sonst: her damit :-)
    Was ich ganz oft und sehr gerne mache, sind einfache Gemüsepuffer-Bratling. Kannste nennen wie du willst. Z.B. aus Kürbis grad ganz aktuell. Oder aus roter Beete.. lecker! Und die sehen auch noch so schön schrill aus :-)
    Lg

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 16:59

      Mit Roter Beete ist ja auch eine fantastische Idee!

  • Reply
    Petra
    17. September 2015 at 16:26

    Ohh, der sieht lecker aus!
    Seit Februar bin ich auch Vegetarierin, ich hab nie wirklich viel Fleisch gegessen. Aber wie du denke ich, dass es keine endgültige Entscheidung sein muss. :)

    Liebe Grüße
    Petra

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 17:00

      Genau, endgültig fühlt sich nicht immer gut an!

  • Reply
    Steph
    17. September 2015 at 18:20

    WOW – lecker! Auch wenn ich ihn wahrscheinlich mit Fleisch essen würde (aber vom Metzger – nicht aus der Tikü im Supermarkt). Die Sache mit dem wer wie was macht oder besser nicht … jepp, sehr anstrengend und überflüssig. Und nervig so auf Dauer.
    Heute bei uns: endlich wieder Kürbissüppchen mit kleiner Schärfe und Scampi-Einlage.

    Na, dann wünschen wir 2 uns doch einfach mal bon appetit ;-),
    Steph

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 17:02

      Ich habe schon öfter gesehen, dass man Burger auch gut aus einer Mischung aus Quinoa und Hackfleisch machen kann. Stelle ich mir sehr lecker vor. Und den ersten Kürbis kaufe ich am Wochenende auch :)
      liebe Grüße

  • Reply
    Melanie
    17. September 2015 at 20:35

    Woahh, die sehen mega gut aus. Die muss ich auch unbedingt mal probieren <3

    Und ich freue mich auch schon sehr auf die Vorweihnachtszeit, die schönen Astrid Lindgren Filme werden niemals langweilig :)

    liebe Grüße,

    Melanie

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 17:03

      Schön, dass du das mit den Filmen auch so siehst:) Wirklich eine tolle Reise die ihr da gemacht habt!

  • Reply
    Monika Thiede
    18. September 2015 at 8:00

    Boaahh…der sieht super lecker aus! Besonders karamellisierte Zwiebeln sind auch bei uns der Renner! Aber ICH würde definitiv Fleisch dazu wählen. Vor einigen Jahren hatte auch ich eine Veggie-Phase und musste feststellen, dass es mir körperlich gar nicht bekommt. Und mir fehlte das Fleisch ganz doll und hat mich zudem auch sehr schlecht gelaunt gemacht.
    Seit einiger Zeit versuche ich die Low-Carb Ernährung durchzuziehen. Leider ist das in einem Haushalt mit Kindern echt nicht einfach… LG

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 17:04

      Sobald dem Körper etwas nicht gut tut ist das dann definitiv die falsche Richtung. Low-Carb stelle ich mir auch nicht leicht vor. Charlotte von Nimmersatt ist doch da Profi. Haste mal geguckt?

  • Reply
    mano
    18. September 2015 at 10:44

    oh ja, diese heilsprediger gehen mir auch gewaltig auf die nerven. ich bin alt genug, um selbst zu entscheiden, was mir gut tut und was nicht. auch ich bin fast-veggie, manchmal auch fast-vegan, weil mir tierisches eiweiß nicht so gut bekommt. grünkernbratlinge hab ich auch schon oft gemacht, aber als abwechslung werd ich auf jeden fall mal deine mit quinoa ausprobieren. danke fürs rezept und lg, mano

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 17:05

      Liebe Mano,
      genau, wir entscheiden selber! Vielen Dank für deinen Kommentar!

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    18. September 2015 at 14:11

    Ich kann mich nur anschliessen, sieht wirklich sehr lecker aus!Ich liebe solche Puffern, esse sie zwar nicht im Burger sondern normal als Beilage, aber das spielt ja keine Rolle;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply
      Berit
      18. September 2015 at 17:06

      Oh, ja. Als Beilage sind sie auch soooo lecker! Oder einfach mit Salat. Auch tip top!

  • Reply
    Indie
    29. September 2015 at 10:04

    Hallo Berit,
    ich hab deine Gedanken zum Vegetariertum gelesen und muss dazu was sagen. Vorneweg: ich bin kein Missionar und ich bin wie du der Meinung, dass die Entscheidung Fleisch oder kein Fleisch zu essen wirklich jeder für sich treffen muss.
    Leider hast du nicht geschrieben warum du dazu übergegangen bist kein Fleisch mehr zu essen. Wenn es aus irgendeinem gesundheitlichen Grund ist (das böse Fett usw.), dann will ich nichts gesagt haben.
    Aber wenn es dir zumindest ein bisschen um die Tiere geht, dann ist Fleisch aus Restaurants keine Lösung. Denn dort wird in der Regel kein „gutes“ Fleisch verkauft, wo das Schwein noch glücklich im Stroh gespielt hat und ohne Angst und Schrecken auf dem gleichen Hof geschlachtet worden ist. Sondern Industriefleisch aus Massentierhaltungen und Schlachtungen, wo die Tiere in ihrem kurzen Leben nicht einmal die Fabrikhalle verlassen haben.
    Was Massentierhaltung für Auswirkungen auf die Umwelt hat, davon will ich gar nicht erst anfangen.

    Ich sage nicht dass Fleisch zu essen etwas schlechtes ist. Aber es ist erbärmlich was wir mit den Tieren machen, nur damit wir ein Riesenschnitzel mit Pommes für 7,99 Euro im Restaurant bekommen. Oder die Salami für ein paar Cent mehr auf unserer Pizza liegt.
    Da ich beruflich auch mit Massentierhaltungen zu tun habe, weiß ich leider sehr genau was in den Tierställen und Schlachtereien so los ist.

    Was ich im Endeffekt sagen will ist: kauf dir lieber ein schönes Stück Fleisch bei deinem Bauer des Vertrauens. Sieh dir an wie die Tiere leben und frag wo und wie sie geschlachtet werden. Und dann gibt es besser alle 2 Wochen einen Sonntagsbraten zu Hause, als einen Burger bei McDonalds. DAS ist konsequent und Tierschutz und Umweltschutz. Und dann kann man das Stück Fleisch auch mit gutem Gewissen essen.

    • Reply
      Berit
      14. Oktober 2015 at 18:03

      Hallo du Liebe,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ich freue mich darüber! Trotzdem bleibe ich dabei, dass ich nicht mehr zu den Gründen etc schreiben möchte, als ich im Post getan habe. Ich hoffe, du verstehst das?!

    Leave a Reply