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[Fotoguide]analoge Liebe partI

Ich hab`da was ultracooles für euch ausgeheckt. Wie einige von euch wissen, bin ich der analogen Fotografie total verfallen. In einer Art Workshop werde ich euch ein paar Tipps rund um dieses Thema geben. Vorneweg: ich bin keine Fotografin und auch absolut nicht profimäßig unterwegs. Ich werde lediglich meine Erfahrungen und Meinungen kundtun. Ob ihr damit dann Etwas anfangen könnt müsst ihr entscheiden. Beim Fotografieren steht für mich der Spaß und das wilde Ausprobieren im Vordergrund.

Als erstes spielt für mich die Motivation zur analogen Fotografie eine große Rolle. Warum also analog? Ich liebe die leichte Handhabung, das Gefühl neue Fotos abzuholen, die Überraschungseffekte und den Look der Bilder. Manchmal ist es einfach bescheuert wie wild 800 Bilder mit der Digitalkamera aufzunehmen. Beim analogen Fotografieren überlegst du dir gut was du knippst. So entstehen direkt viel schönere Bilder und weniger Müll. Dabei entsteht für mich eine viel größere Wertschätzung der Bilder und manchmal auch der darauf zu sehenden Momente. Es ist schön alte Dinge zu benutzen, statt immer was Neueres und Besseres zu kaufen. Nimm dir die alte Kamera, höre die alte Platte, schau dir das alte Buch an, kauf dir das alte Geschirr! Das ist unsere Revolution! Mache unperfekte Bilder in deinem unperfekten Leben in einer unperfekten Welt! Oder stell dich in die Schlange vor`m Apple-Store, guck dir The Fast and the Furious wegen der geilen Karren an und mecker viel! Jeder wie er mag.

Es wird in den kommenden Wochen Beiträge zu Themen wie u.a. Kamera, Film, Entwicklung, Preise, Lomografie, Tricks, Crossen, Doppelbelichtung, wünschenswerte Fehler, nicht wünschenswerte Fehler… geben. Wenn ihr da noch weitere Vorschläge oder besondere Themen habt, her damit!

In unserem gemütlichen Sitzkreis habe ich immer noch den Ball in der Hand und erzähle euch nun von meiner ersten Kamera.

Diese Kamera habe ich vor einem Jahr für fünf Euro auf dem Trödelmarkt gekauft. Zum Starten ist solch eine Kamera perfekt. Guckt euch einfach auf dem Trödelmarkt oder bei ebay um. Vielleicht hat sogar Jmd aus eurer Familie irgendwo noch eine alte Kamera versteckt? Da man nie wirklich weiß ob die Kamera einwandfrei funktioniert und wie die Bilder werden, würde ich nicht sehr viel Geld dafür ausgeben. Mehr als 20Euro würde ich nicht investieren, wobei ihr das natürlich entscheiden müsst.

Wie gesagt, ihr könnt natürlich bevor ihr die ersten Bilder gemacht und in der Hand haltet nie wissen ob die Kamera einwandfrei funktioniert. Es gibt jedoch ein paar Kleinigkeiten, die die Chance darauf enorm erhöhen.

1. die Kamera darf nicht verdreckt sein

2. die Rädchen an der Linse sollten sich gut bewegen lassen, nicht hacken oder klemmen~mit diesen Rädchen stellst du die Belichtungszeit, den Abstand zum Objekt und die Öffnung der Linse ein

3. der Auslöser sollte leicht ganz nach unten zu drücken sein~damit knippst du dein Foto

4. der Hebel, hinten an der Kamera sollte ohne Zögern zu bewegen sein~hiermit transportierst du nach jedem Bild den Film weiter

5. die Linse darf nicht zu verkratzt oder verdreckt sein

6. Lausche beim Bewegen der Rädchen und Hebel mal an der Kamera, oft hört man wenn etwas klemmt

7. öffnet die Kamera hinten und guckt ob dort nichts abgebrochen oder verdreckt ist

Achtet unbedingt darauf, welcher Film in die Kamera gehört. Beim Kaufen und Entwickeln der Bilder entstehen dort große finanzielle Unterschiede. Einige Kameras funktionieren nur mit Filmen die es gar nicht mehr zu kaufen gibt. In meine Voigtländer gehört ein stinknormaler 35mm Film. In sehr viele andere Kameras auch. Diese Filme gibt es an jeder Ecke für wenig Geld. Darüber hinaus gibt es sehr viele verschiedene Hersteller der 35mm Filme, das bietet euch viele Möglichkeiten für die Bildqualität und Effekte. Einen 35mm-Film gibt es in allen Ländern zu kaufen. Also gehen auch im Urlaub die Filme nie aus. Zu verschiedenen Filmen folgt aber ein gesonderter Beitrag.

Wie gefällt euch mein Beitrag? Fotografiert ihr analog?

Noch ein paar Bilder, die aus meiner Voigtländer stammen. Dabei zeige ich euch jetzt nicht nur knallermäßige Fotos. Ich möchte ein realistisches Bild geben.

 

 

Vielleicht bis zum nächsten Workshop?

Liebe, Berit

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14 Comments

  • Reply
    oliver2punkt0
    17. Februar 2013 at 12:03

    Ich fotografiere digital. Aber Dein Artikel hat mich zum Nachdenken gebracht. Ja, analog fotografieren erfordert Kreativität. Vielleicht folge ich Deinem Vorschlag und suche mir ne billige analoge Kamera. Danke!

  • Reply
    oliver2punkt0
    17. Februar 2013 at 12:05

    Wobei ich noch eines nachtragen möchte… meine erse Kamera ar eine Mamiya mit 50 mm Objektiv… kostete damals um die 150.- DM! Nie wieder hielt ich eine KAmera in den Händen die solch gute Fotos machte.

  • Reply
    Rocksternchen
    17. Februar 2013 at 16:12

    Ich liebe es analog zu fotografieren… genau wie du mag ich das Gefühl wenn ich die Bilder abhole und sehe wie die Fotos geworden sind. Außerdem fotografiert man einfach viel bewusster. Vor kurzem hab ich einen Film gefunden auf dem noch Bilder von September drauf waren…es waren ganz viele Bilder drauf die ich total vergessen hatte… einfach nur toll :D

    Freue mich schon auf weitere Posts über dieses Thema von dir :)

    Liebe Grüße

  • Reply
    marmeladekisses
    18. Februar 2013 at 18:42

    Das ist schön! Ich freue mich wenn du dir eine Kamrea kaufst. Danke dir!

  • Reply
    marmeladekisses
    18. Februar 2013 at 19:15

    Das glaube ich dir sofort. Hast die Kamera noch? Ich habe eine Mamiya Mittelformatkamera. Super Ding!

  • Reply
    marmeladekisses
    18. Februar 2013 at 19:15

    Danke für deinen lieben Kommentar. Es war bestimmt ein tolles Gefühl, die Bilder von September abzuholen?!

  • Reply
    lomoherz
    18. Februar 2013 at 20:00

    Hey Berit, knaller Fotos!
    Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt, ausführlicher auf meine analogen Kameras, Filme etc. einzugehen, aber jetzt schau ich einfach ab und zu bei dir vorbei ;)
    PS Ich stimme dir in jedem Punkt zu, vor allem dein Punkt zur Motivation ist voll überzeugend! So, dann geh ich mal und schließ die Blende von meiner Pinhole ;) Schöne Grüße!

  • Reply
    oliver2punkt0
    18. Februar 2013 at 20:12

    Nein, leider nicht. Mittelformat hatte ich auch mal. Tolle Sache!

  • Reply
    ginnietom
    19. Februar 2013 at 3:01

    Reblogged this on g3fotoblog und kommentierte:
    ah, ja da kenne ich noch AGFA Optima, wohl ähnliche Generation – hab noch Olympus OM10 analog im Equipment…
    schönen Tag noch…

  • Reply
    bilderbuchsuppe
    19. Februar 2013 at 7:31

    Schönes Liebeslied an die analogen Kameras….und coole Bilder!
    Hoffe das schon bald ein paar MF Bilder folgen.

  • Reply
    marmeladekisses
    19. Februar 2013 at 17:29

    vielen Dank!

  • Reply
    Lena
    7. März 2013 at 22:00

    Ich bin grad auf deine Seite gestoßen (da du jetzt ja auch bei Blogowksi bist) und total begeistert von der Kombination Foto + Essen! Ich komm bestimmt öfter gucken :)
    Und besonders die Sonnenuntergangsfotos find ich ganz großes Kino!

    Liebe Grüße (:

  • Reply
    Pasadena85
    20. März 2013 at 17:37

    oooh, toll, eine Bloggerin die auf Lomographie steht, willkommen im Club sach ich da mal, hab vor einiger Zeit meine Liebe zur Lomographie/Holgagraphie entdeckt und hab deinen Gastbeitrag auf CharlottenMarotten gelesen.
    hast du auch ein Lomo Home ?
    viel Spaß noch beim herumexperimentieren !

  • Reply
    marmeladekisses
    29. März 2013 at 14:53

    Danke. Und wie ich auf Lomographie stehe!!!

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