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[diy] Bettwäsche selber batiken

 

Hallo Liebe,
wer hat früher eigentlich nicht in irgendeiner Ferienfreizeit oder in der Schule mal ein gaaanz schickes Batikshirt produziert?! Erinnert ihr euch noch an diese Kreise? So ein Tshirt würde ich heute nicht mehr tragen allerdings wollte ich schon so lange gerne gebatikte Bettwäsche haben, aber die war mir immer zu teuer. In der Regel kaufe ich Bettwäsche bei Ikea und das wird noch dauern bis sie dort ankommt. Neulich hatte ich die Idee weiße Bettwäsche selber zu batiken und heute erzähle ich euch meine Erfahrungen und zeige mein Ergebnis inkl. einer kleinen Anleitung.

das braucht ihr um Bettwäsche zu batiken:
Eimer oder Schüsseln (Achtung: es bleiben Farbränder)
Salz und Essig
Marabu Easy Color „Batik-und Färbefarbe“ und Fixierer -je 2,98€
weiße Kissenbezüge „Dvala“ von Ikea(80mal80) -2er Pack 5,99€
(die Kissenbezüge gibt es in verschiedenen Größen und Farben)

Die Farbe rührt ihr mit Salz, Essig und heißem Wasser an. Auf der Packung steht eine genaue Anleitung. Dann müsst ihr euch überlegen, wie die Kissenbezüge mal ungefähr aussehen sollen. Ich wollte keinen 90er-Jahre-Kreise und habe mich für sehr einfache Varianten entschieden.

Variante 1-Batiken mit Schnüren: Wie ihr seht habe ich ein Kissen mit etwas dünner Kordel zu einem festen Paket geschnürt. Durch die Schnürung kommt die Farbe nicht an den kompletten Stoff und die Färbung wird unterschiedlich intensiv. Das Kissen lasst ihr, nach Packungsanleitung, mindestens zwanzig Minuten im Färbebad. Danach schneidet ihr die Kordel durch und spült die Farbe in der Dusche oder Wanne sehr gründlich aus. Achtung: Putzt die Dusche danach unbedingt, sonst kann ein leichter Farbfilm in den Fugen und auf den Fliesen zurückbleiben.

Das Ausspülen gehört immer zum Batiken dazu, ich erwähne es jetzt nicht bei jeder Variante einzeln.

 

Variante 2: Hier habe ich das Kissen an einer Ecke zusammen genommen und in die Farbe gehängt. Wenn man den Stoff mit Wasser befeuchtet, zieht sich die Farbe immer weiter hoch.

 

Variante 3-Batiken mit Knoten im Stoff: ein Knoten im Stoff kann einen ziemlich schönen Effekt ergeben. Ich habe einen dicken Knoten in einen Kissenbezug gemacht und den Bezug inkl. Knoten in die Farbe gehängt. Natürlich kann man hier das Ergebnis nicht gut vorraussehen. Sicher ist, das Innere des Knotens wird nicht mitgefärbt und bleibt weiß.

 

Variante 4- Bettwäsche im Dip-Dye-Look: bei dieser Variante wollte ich ein Kissen im Ombre-style färben, also unten dunkel und nach oben hin immer ein bisschen heller. Dazu habe ich das Kissen gefaltet und in den Eimer gehängt. Alle paar Minuten habe ich das Kissen weiter in die Farbe getaucht. Unten habe ich es am längsten in der Farbe gelassen, nach oben hin wurden es immer weniger Minuten Einwirkzeit. Hier könnt ihr, je nach gewünschter Farbintensität, wie ihr mögt varriieren.

 

Batikfarbe fixieren: Der letzte Schritt ist ganz ganz wichtig, fixiert die Farbe unbedingt in einem Fixierbad. Ich habe es mal ohne gemacht und die Farbe ist dann in der Waschmaschine, trotz gründlichem Ausspülen, verlaufen. Das Fixierbad könnt ihr auch im Bastelladen kaufen und einfach mit heißem Wasser anrühren. Nach dem Bad lasst ihr die Wäsche einmal komplett trocknen und wascht sie dann in der Maschine.

 

Mein Fazit: Bettwäsche selber zu batiken ist wirklich einfach. Das Anrühren der Farbe und das Färben an sich sind kinderleicht. Auf der Packung ist immer alles sehr genau beschrieben. Ich finde es nicht kompliziert ein schönes Ergebnis zu erzielen und es macht riesigen Spaß sich die fertigen Kissen anzuschauen. Aber ihr müsst definitiv Zeit einrechnen. Durch das Ausspülen, Fixieren, Trocknen und Waschen gehen einige Stunden drauf. Meiner Meinung nach lohnt sich der Zeitaufwand, denn ihr habt hinterher schöne individuelle Bettwäsche und es macht richtig viel Spaß.

Ich möchte alsbald noch Tischdecken und Vorhänge batiken, das stelle ich mir auch sehr schön vor. Habt ihr schonmal außerhalb des Ferienlagers gebatikt? Habt ihr vielleicht sogar gute Tipps oder Ideen für mich? Ich bin angefixt.

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13 Comments

  • Reply
    Julia
    20. Oktober 2014 at 17:40

    Liebe Berit,
    du hast recht, der Aufwand lohnt sich wirklich. Vielleicht wären gebatikte Vorhänge auch was für meine Wohnung, ich werde es mal dem Freund vorschlagen.:) Mir gefällt am besten die Dip Dye-Variante und dein Brombeersträußchen!
    Alles Liebe
    Julia

    • Reply
      Berit
      20. Oktober 2014 at 22:43

      Danke für deinen Kommentar. Ach, wegen ein paar Vorhängen brauchst du doch nicht den Freund fragen ;)

  • Reply
    dorette
    20. Oktober 2014 at 18:45

    oh das ist sehr hübsch geworden! ich mag das dunklere blau sehr gern.
    schöne idee!

  • Reply
    Zauberhaft Wohnen
    21. Oktober 2014 at 6:27

    hihi… für mich ist das ja eher 70er :-) Da haben wir sowas in Kindergarten und Schule gemacht und Ende der 70er/ Anfang der 80er bin ich damit dann (eben den typischen Kreisen) auf den Ostermärschen rumgehüpft. In den 90ern ist mir das entgangen :-)
    Sieht klasse aus!
    Lg Haydee

  • Reply
    Hoflove
    21. Oktober 2014 at 8:37

    huhu berit,
    ich hab es ja schon bei facebook geschrieben, auf die idee, selber zu batiken wäre ich nie und nimmer gekommen. :-D dabei finde ich besonders kissen im ombre-look schön, nur leider meistens echt zu teuer. vielleicht probiere ich das demnächst auch mal aus, wenn es wirklich so einfach ist.
    liebe grüße, kathy

  • Reply
    Planet Hibbel
    21. Oktober 2014 at 9:32

    Ich liebe gebatiktes Zeugs. Egal ob als T-Shirt oder Tischdecke. Ich hab das letztes Jahr auch mal mit Kissenhüllen probiert, aber bei mir hat das leider nicht geklappt. Vielleicht war der Stoff zu dick. Ich glaub ich versuchs nochmal mit Dip-Dye. Das sollte ja wohl sogar ne Frau Hibbel mit zwei linken Händen hinkriegen. ;) GlG, Nadine

  • Reply
    charlotte
    21. Oktober 2014 at 18:43

    Ich muss sagen ich hab ja ein kleines Batik Trauma. Auf Ferienlagern wurde alles verbatikt, was weiß war. Wir waren so wild drauf, dass wir am Ende sogar unsere Socken! gebatikt haben. Deswegen bin ich auch nicht so ganz glücklich gewesen, als der Batiktrend wieder aufkam. Als Kleidung find ich es immer noch nicht super, aber die Bettwäsche sieht super aus, vor allem mit Blau oder Lila kann ich mir das gut vorstellen. Und Stoffservietten könnte ich mir auch gebatikt hübsch vorstellen. Sieht dann ein bisschen aus wie Wasserfarben.
    Wünsch dir einen schöne Woche!
    GLG
    Charlotte

  • Reply
    Constanze W.
    22. Oktober 2014 at 7:06

    Boah, das sieht schön aus! Tastächlich haben wir in der Grundschule gebatikt, jeder bekam einen Stofffetzen und hatte dann – ja, einen gebatikten Stofffetzen. Ziemlich dämlich, daher müsste ich mich jetzt eignetlich mal an Vorhänge, Bettwäsche etc. machen…
    Alles Liebe, Constanze

  • Reply
    pottlecker
    22. Oktober 2014 at 12:13

    Sieht mega aus!
    Danke für den Tipp und die tolle Anleitung! Werde ich auch probieren – habe nämlich noch nie was gebatikt. Ist in der Schule, oder Ferienlager wohl irgendwie an mir vorbei gegangen :-)
    GLG Tine

  • Reply
    Schlotti
    25. Oktober 2014 at 20:40

    Weißte was? Ich habe noch NIE gebatikt :-O
    Aber spätestens jetzt sollte ich mich wohl mal daran wagen, nicht?

    Achja..einen Sofabezug habe ich allerdings schon einmal gefärbt. Allerdings den für's Büro. Ganz nach dem Motto: Wenn was schief geht, steht es zumindest nicht bei mir, ne? :D

  • Reply
    Anonym
    27. Oktober 2014 at 20:37

    Typ 4 finde ich super – auch genau in der Farbe.
    LG Nanne

  • Reply
    merlanne
    29. Oktober 2014 at 13:38

    Die Bettwäsche ist wirklich wundervoll geworden und Du verleitest mich dazu, dies auch zu machen. Ich habe Batik auch wiederentdeckt und kürzlich altes Bettleinen gefärbt, um Taschen daraus zu nähen. Es macht richtig Spaß.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

  • Reply
    Paula
    1. September 2015 at 16:03

    Habe dieselbe Technik mal mit einem T-shirt versucht und am Ende sah es ähnlich aus wie deine Bettwäsche. Ist für den Sommer auf jeden Fall perfekt :)

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